Freudenstädter Selbsthilfeprojekt
    Freudenstädter Selbsthilfeprojekt                                                    

Treffpunkt "Clubatrium"

Kurzkonzept eines Treffpunktes im Rahmen des Selbsthilfeprojektes „Refugium“ Freudenstadt.

  

 1. Grundüberlegungen:

Unter den sozial - politischen Aspekten ist in der Praxis der öffentlichen Steuerung der Behindertenhilfe ein Trend zur Verknappung der Refinanzierung der sogenannten „passgenauen Hilfen“ zu beobachten. Darunter wird eine individualisierte und personenbezogene Unterstützung verstanden. Unser Verständnis von dem Begriff „passgenauen Hilfen“ beinhaltet mehr als die Individualisierung der Unterstützung.

Vor allem gehören dazu auch die gemeinschaftlichen Leistungen und Angebote, wie z. B. Krisen-, Beratungs- und Begegnungsangebote, die gemeinsam (Behinderte und Nichtbehinderte), aber auch unterschiedlich und differenziert zu gestalten sind.

Unser Verständnis deckt sich mit einer inklusiven Vorgehensweise, die Moderation, Begleitung und Unterstützung - bezogen auf den Menschen in seinem Sozialraum – beinhaltet.

 

 

Der empirische Aspekt:

Es ist eine allgemein anerkannte Meinung, dass ohne Kontakte und Kommunikation keine gesunde menschliche Existenz möglich ist.

In unserer modernen Gesellschaft werden jedoch Begegnung und soziale Kontakte von verschiedenen Entfremdungsprozessen, Automatisierung und Digitalisierung negativ beeinflusst und verzerrt.

Dies hat verheerende Folgen vor allem für diejenigen unserer Gesellschaft, die ohnehin schon durch eine Behinderung gehandikapt sind und führt in der Konsequenz zum Stigma, sozialem Ausschluss, Isolation.

Den gehandikapten Menschen wird durch ihre eingeschränkte Möglichkeiten der Zugang zu einer wertschätzenden, respektvollen und offenen (auf gleicher Augenhöhe) Kommunikation versagt.

Manche der Betroffenen suchen Abhilfe, in dem sie sich professionell betreuen lassen. Jedoch auch da bleiben oft, bedingt durch die Sparzwänge, ausdifferenzierte Qualitätsmanagementsysteme, Erhöhung des Dokumentationsvolumens, usw., soziale Kontakte und Begegnung auf der Strecke.

Ausgehend von den Erfahrungen der psychosozialen Kontakt - bzw. Begegnungsstätten und Konzept des offenen Dialogs sehen wir unser Treffpunkt - Angebot als Schaffung von sozialen Räumen, die zwar „therapiefrei“ sind, jedoch eine „heilende“ Wirkung haben. Es wird in diesem Sinne ein Mindestmaß an Leistungsforderungen gestellt, was zur Schaffung von Handlungsspielräumen und Aktivierung von Selbsthilfenetzwerken führen soll. Die Basis in diesem Verständnis von Begegnung bildet subjektiv orientierte Beziehungsarbeit, in der die Rückgabe der Eigenverantwortung (Aktivierung, Ehrenamt, usw.) an die Nutzer eine wichtige Rolle spielt. Maximale Ausweitung von Lebensfreiräumen der Betroffenen und Einschränken der Fürsorge auf das Notwendige ist ein weiteres wichtiges Merkmal in dieser Auffassung.

 

2. Zielgruppenproblematik:

Erledigt sich von selbst, in dem wir unser Angebot als zielgruppenübergreifend verstehen. Dies sollte die sozialen Barrieren gering halten und zu Partizipation beitragen.

 

3. Ziele des Vorhabens:

Übergeordnet möchten wir Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen und dadurch die Inklusion fördern, sowie die Selbsthilfe der Nutzer aktivier.

 

Weitere Ziele:

  • Treffen organisieren und Begegnungen anregen und hierdurch Erfahrung von Solidarität und Nützlichkeit für die Gemeinschaft ermöglichen

  • soziale Kontakte erweitern und vertiefen, tragfähige soziale Netzwerke fördern

  • Lebenszufriedenheit steigern und Zugehörigkeitsgefühl stärken

  • Teilhabe an kulturellen Aktivitäten ermöglichen, kreative Betätigung und Interesse fördern

  • Selbstwertgefühl stärken und Wahrnehmung von eigenen Ressourcen verbessern

  • zur Gleichstellung beitragen - Gleiches gleich und Ungleiches ungleich behandeln (Bernhard Scholten; Inklusion als politische Herausforderung)

  • ein Forum für Ehrenamt bieten

  • Bildung einer sozialen Nische (Sozialraum) als Beitrag zum Ausgleich der Globalisierungstendenzen im gesellschaftlichen Leben.

 

 

4. Organisatorische Aspekte:

Da das Refugium ein Selbsthilfeprojekt ist und aus diesem Grund sowohl die

inhaltlichen als auch organisatorischen Elemente auf den Bedürfnissen der Nutzer basieren, sind unsere weiteren Angaben als Rahmenbedingungen zu verstehen, die nach den Wünschen und Möglichkeiten der Besucher differenziert und laufend angepasst werden.

 

a) Wochenendclub:

Verstehen wir fürs Erste als Schwerpunkt unseres Begegnungsangebots. Geplant ist eine inhaltlich nicht strukturierte Begegnungsstätte in den Räumlichkeiten von Refugium im Erdgeschoss des Atriums (Straßburgerstr. 17) in Freudenstadt mit den Öffnungszeiten von 15:00 bis 20:00 Uhr sowohl samstags als auch sonntags zu eröffnen.

 

Es bietet sich an:

- ins Gespräch zu kommen

- Billard/ Tischfußball zu Spielen

- Zeitung Lesen

- Schach bzw. Brettspiele zu spielen

- Internet besuchen/ gemeinsam Fern/ Filme schauen

- gemeinsame Aktivitäten planen und organisieren

- Beratung

 

b) Feierabendtreff/ Wohntreff:

Für diejenigen, denen unter der Woche die Decke auf dem Kopf fällt, möchten wir in den gleichen Räumlichkeiten ein Treff auch an den Werktagen (außer montags uns donnerstags) organisieren in den Zeiten zwischen 16:00 und 20:00 Uhr.

Fürs Erste ist auch hier keine Struktur geplant, wir gehen jedoch davon aus, dass sich mit der Zeit einige c)Themenbereiche (kreatives Gestalten, Sport, Gruppen, usw.) herausbilden, die dann in die Aktivitäten angebunden oder separat stattfinden werden.

Die Zeiten an den Wochentagen sind so angelegt, dass die Besucher, die eine Arbeit/Beschäftigung haben, nicht frei nehmen oder krank machen müssen, wenn sie sich mit Gleichgesinnten/ Freunden/ Fremden treffen möchten.

 

Logistisch (Bedienung/ Aufsicht) werden die Aktivitäten durch eine Mischung aus den Hauptamtlichen (Budgetnehmer, Assistenten) und Ehrenamtlichen (Besucher und engagierte Bürger) abgesichert.    

Hier finden Sie uns

Refugium 

Straßburgerstr. 17

72250 Freudenstadt

 

Telefon: 07441/93 29 523

Mobil: 01 523/17 40 309

Mobil: 01512/25 66 863

Mobil: 01525/38 98 699

     Fax:  03 21 21 39 79 47

email: info@refugiumfds.de

 

Treffpunkt Clubatrium

 Straßburgerstr. 17

72250 Freudenstadt

07441/9328576

 

 

Öffnungszeiten Treffpunkt Clubatrium

Montag: 10:00-12:00
Dienstag: 12:00 - 16:00
Mittwoch: 10:00 -12:00
Donnerstag: 12:00- 16:00
Freitag: 17:00 - 20:00
Samstag: geschlossen
Sonntag: 17:00 -20:00
 

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