Freudenstädter Selbsthilfeprojekt
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Menschenbild & Leitprinzipien

Menschenbild

Wir gehen von einem ganzheitlichen Menschenbild aus.

Ethisch fühlen wir uns der Beförderung der Menschenrechte, sozialer Gerechtigkeit und sozialem Wandel verpflichtet. Die ethischen Eckpunkte bilden für uns: Selbstverantwortung, Ressourcenorientierung, Autonomie und Emanzipation.

Ideel basiert unser Tun auf dem Grundgedanken der sozialen Inklusion. Die Behinderung wird dem nach nicht als ein persönliches Merkmal (Makel) gewertet, sondern als eine Störung der Teilhabe (Partizipation) am gesellschaftlichen Leben.

Die Partizipation hat in diesem Sinne vier Dimensionen: Mitwissen, Mitentscheiden, Miterleben, Mit-Tun.

Wir betrachten unsere Arbeit als eine auf die Zukunft ausgerichtete Unterstützung, die die Anliegen und Probleme der Nutzer fokussiert und diese als veränderbar ansieht (positive Antizipierung der Weiterentwicklung). In diesem Sinne geht es uns vor allem um die Entwicklung neuer Lebensperspektiven.

Medizinisch gesehen gehen wir von einer natürlichen Tendenz eines jeden Menschen zum gesund werden wollen aus.

 

Leitprinzipien

  •  Sozialraumorientierung: Es geht hierbei darum, ausgehend vom Einzelfall, Lebenswelten zu gestalten und Arrangements zu kreieren, die leistungsberechtigten Menschen helfen, auch in prekären Lebenssituationen zurecht zu kommen.
  • Lebenswert- bzw. Ressourcenorientierung: In Abgrenzung zu den medizinisch geprägten Hilfeformen (Anamnese, Diagnose, Therapie) möchten wir die individuellen Probleme der Nutzer in deren Alltag in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken und dabei den Selbstdeutungen und individuell geprägten Versuchen zur Problembewältigung Rechnung tragen.

  • Prinzip der Niederschwelligkeit und einer sinnstiftenden Abstinenz.

  • Das „Drei W's" - Prinzip: Wissenschaftlich, wirtschaftlich und wirksam.

    • Unter wissenschaftlich verstehen wir die Anwendung einer bzw. mehrerer Methoden, deren Einsatz das Erreichen der individuell formulierten Ziele des Hilfesuchenden sichert. Bei unserem Verständnis von Hilfeleistungen ist es vor allem die verhaltensorientierte soziale Arbeit. Darunter ist eine systematische Analyse der gesamten Lebenssituation zu verstehen, die die Grundlage für das Ausformulieren der persönlichen Ziele bildet und die Anleitung der entsprechenden Interventionen rechtfertigt. Die verhaltensorientierte soziale Arbeit basiert auf lerntheoretischen Modellen, wobei die Verhaltensmodifikation die übergeordnete Zielsetzung darstellt.

    • Unter wirksam verstehen wir eine systematische (im Unterschied zu „punktuell"), praxis - bzw. alltagsnahe, mittel- bis längerfristige und zielgerichtete Vorgehensweise, die durch Freiwilligkeit und Selbstbestimmung des Nutzers geprägt ist.

    • Die Wirtschaftlichkeit möchten wir vor allem durch Bündelung (Synergie-Effekte), Nähe zu einem bürgerlichen Engagement (in Abgrenzung zu einer einseitigen Professionalisierung) und durch flach angelegte Entscheidungsstrukturen gesichert wissen.

       

Weitere Handlungsgrundsätze

  •  Praxis- bzw. Lebensbezogenheit der Betreuung soll bedeuten, dass das Leben des Nutzers im eigenen Wohnraum (Sozialräumliche Ressourcen) im Mittelpunkt steht und die nachgehende soziale Arbeit die Regel darstellt.
  • Aktivierende Arbeit hat grundsätzlich Vorrang vor betreuender Tätigkeit. Gewünschte Veränderungen anregen aber auch provozieren ist das Gebot der Stunde in diesem Sinne.

  • Der Wille, das Interesse und die Bedürfnisstrukturen des leistungsberechtigten Menschen sind als vorrangig zu der Hilfebedarfsorientierung (von den Fachkräften festgelegten) zu betrachten. Dies sehen wir jedoch im Zusammenhang mit dem Phänomen der adaptiven Präferenz, wonach die Menschen ihre Bedürfnisse nicht frei wählen können, sondern immer nur mit Blick auf den Möglichkeitsraum, der ihnen zur Verfügung steht, handeln.

  • Personenzentrierung (konkret ausformulierte Wünsche und Ziele bzw. Bedarf) in der Arbeit bedeutet vor allem, dass unsere Aktivitäten immer zielgruppen- und bereichsübergreifend angelegt sind.

  • Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstkontrolle (Sucht) als Gebot für die Forderung nach Autonomie der Nutzer.

  • Gemeinsam getragene Verantwortung (Fordern und Fördern) sollte bei den Nutzern das Gefühl der Zugehörigkeit entstehen lassen; als Antwort auf Ausgrenzung und fortschreitende Individualisierung des gemeinschaftlichen Lebens.

     

 

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